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CfP: Land-Stadt-Verschränkungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Veranstalter: Marc Buggeln / Anette Schlimm / Christoph Strupp, Netzwerk Zeitgeschichte und Region (ZuR) (Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg)

Veranstaltungsort: Hamburg

Deadline: 15.09.2026

Die erste wissenschaftliche Tagung des Netzwerks Zeitgeschichte und Region (ZuR) widmet sich den Überlappungen, Verflechtungen und Hybridisierungen von Stadt und Land in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aus der Perspektive einer Regionalgeschichte, die sich als methodischer Ansatz einer allgemeinen Zeitgeschichte versteht, lassen sich auf der räumlichen Mesoebene Verschränkungen von Stadt und Land aufzeigen, die etablierte Narrative der Zeitgeschichte aufzubrechen und neue Themen in den Vordergrund zu rücken vermögen.

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Thomas-Großbölting-Dissertationspreis 2026 der GSU

Die Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung (GSU) schreibt einen Forschungspreis für neu promovierte Wissenschaftler:innen aus. Ausgezeichnet wird eine einschlägige innovative Dissertation im Feld der Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung zum Zeitraum 18.-20. Jahrhundert, die nach dem 31.03.2024 an
einer Universität im deutschsprachigen Raum eingereicht wurde. Die Bewerbungsfrist endet am 04.05.2026.

Thomas-Großbölting-Dissertationspreis – GSU – Gesellschaft für Stadtgeschichte

CfP: Planung, Protest, Partizipation. München nach Olympia 1972 – Stadtgeschichte im Vergleich

Deadline: 24.04.2026

Das Stadtarchiv München, das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und die Universität Augsburg veranstalten am 13. und 14. Oktober eine Tagung zum Thema „Planung, Protest, Partizipation München nach Olympia 1972 – Stadtgeschichte im Vergleich“, die im Rahmen eines von der Landeshauptstadt München geförderten Projekts zur Geschichte der Stadt zwischen 1972 und 1993 stattfindet. Die Tagung geht von München aus, nimmt aber allgemein urbane Veränderungsprozesse seit den 1970er Jahren in den Blick; Beiträge zu anderen (west)deutschen Großstädten sind daher willkommen.

Der komplette CfP auf H-Soz-Kult

Konferenz: Korruption in der Stadt – die Stadt in der Korruption. Historische Perspektive von der frühen Neuzeit bis 1989

Datum: 06.10.2026 – 07.10.2026

Veranstalter: Archiv der Hauptstadt Prag; Lehrstuhl für Geschichte, Philosophische Fakultät, J. E. Purkyně-Universität in Ústí nad Labem; Historisches Institut, Tschechische Akademie der Wissenschaften

Veranstaltungsort: Prag

45. internationale Konferenz des Archivs der Hauptstadt Prag, veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Geschichte der Philosophischen Fakultät der J. E. Purkyně-Universität in Ústí nad Labem und dem Historischen Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften.

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Architecture Book Award für Buch zum NS-Städtebau

Am 27.11.2025 erhielt das von Harald Bodenschatz, Victoria Grau, Christiane Post und Max Welch Guerra herausgegebene Buch “Urban Planning in Nazi Germany” (deutsche Version: „Städtebau im Nationalsozialismus”) in London den Architecture Book Award 2025 in der Kategorie: History zuerkannt. Der Preis wurde vom World Architecture Festival (Miami), dem Temple Bar Trust und The Architects’ Company (London) vergeben.
In der Begründung der Fachjury heißt es unter anderem: „Vielleicht kein selbstverständliches Thema für ein preisgekröntes Buch, beschreibt dieser gewaltige und beeindruckend herausgegebene Band auf klare, geradlinige Weise das gesamte Spektrum des Städtebaus unter Hitlers Regime. Als Teil einer Reihe ähnlicher Studien zum Totalitarismus der Mitte des 20. Jahrhunderts ist es gleichermaßen erschöpfend wie erschreckend. Es ist lobenswert, dass die Wissenschaftler bereit waren, jene dunkle historische Periode mit solcher Präzision und Aufrichtigkeit zu betrachten: Auch andere Nationen sollten ihr eigenes unbequemes städtebauliches Erbe so überprüfen.”

Informationen zu dem Buch gibt es unter der Verlagsankündigung: https://dom-publishers.com/products/staedtebau-im-nationalsozialismus

CfP: Cities and Decolonization: Anti-colonial Struggles, Urban Protest, and Global Solidarities (Deadline: 30.09.2025)

Veranstaltungsort: University of Oxford, Wadham College, UK

Datum: 19.03.2026 – 20.03.2026

Deadline: 30.09.2025

The aim of the workshop is to reassess the relationship between the city and the struggle for decolonization in the colonial world. It brings together scholars examining anti-colonial movements in specific urban contexts in the twentieth century. The workshop seeks to foster dialogue on the relationship between anti-colonial protests and colonial cities in Africa and Asia, exploring how these struggles were shaped by diverse social groups, the spatial organization of urban environments, and the tensions between competing visions of anti-colonial practice.

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Schöner Wohnen in Westhagen? Eine Ausstellung zu Erfahrungsgeschichten einer Großwohnsiedlung

Von Pia Kleine und Alexander Kraus

„In den USA wurde so was gesprengt“ – so überschrieb die Bild-Zeitung 1985 einen mit großformatigen Fotografien unterlegten Bericht über die Großwohnsiedlung Westhagen in Wolfsburg.1 Auch lokal klangen die zeitgenössischen Schlagzeilen über den erst Ende der 1960er Jahre konzipierten Stadtteil nicht anders: „Ist das Leben in Westhagen eine Zumutung?“ fragte beispielsweise die Wolfsburger Allgemeine Zeitung bereits im April 1975 mit einer Überschrift zu einem Artikel, der ein entsprechendes Podiumsgespräch ankündigte.2 Ähnlich wie in vielen anderen bundesrepublikanischen Großwohnsiedlungen war das Negativ-Image fast ebenso schnell geschaffen wie die Großwohnsiedlung selbst.3 Was solche und vergleichbare Zuschreibungen für jene Menschen bedeuteten, die in der Wolfsburger Siedlung lebten, wie sie wiederum ihre räumliche Umgebung selbst wahrnahmen und welche „Nachbesserungen“ seitens unterschiedlicher Akteur*innen über die Jahre erfolgten,4 um das Image zu verbessern und eine schönere Wohnumwelt für die Menschen zu schaffen, sind nur drei von vielen Fragen, denen wir in einem Forschungsprojekt zur Erfahrungsgeschichte der Großwohnsiedlung für die 1980er bis frühen 2000er Jahre nachgehen.

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  1. Jürgen Hoffmann u.a., „In den USA wurde so was gesprengt“, in: Bild am Sonntag, 28. Juli 1985. []
  2. „Ist das Leben in Westhagen eine Zumutung? Podiumsgespräch am Freitag“, in: Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 10. April 1975. []
  3. Siehe dazu beispielsweise Sebastian Haumann/Swenja Hoschek (Hg.), Schwerpunkt: Großsiedlungen als Problemkonstruktion, in: Forum Stadt, Jg. 47 (2020), Nr. 3. []
  4. Der Begriff „Nachbesserungen“ prägte ausgehend vom Modellvorhaben des Experimentellen Wohnungs- und Sätdtebaus (ExWoSt) „Nachbesserungen von Großsiedlungen der 50er bis 70er Jahre“ die Debatte um Großwohnsiedlungen in den 1980er Jahren. []

FZH-Fellowship in Contemporary Urban History

The Research Centre for Contemporary History in Hamburg (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg – FZH), in cooperation with the Hamburg Institute for Advanced Study (HIAS), invites applications for up to three fellowships on urbanity and urban history in a contemporary historical perspective. The invitation is subject to the release of funds by the Ministry of Science, Research, Equality and Districts of the Free and Hanseatic City of Hamburg. This call aims at scholars working at universities or research institutions outside of Germany. Fellowships should commence in 2024. The duration of the fellowships is up to four months.

The FZH conducts research on the history of the twentieth century with a focus on the history of Hamburg and Northern Germany and special emphasis on National Socialism and its remembrance after 1945, the urban history of Hamburg since the 1950s, and contemporary history since the 1970s. The FZH has been operating since 1997 in the form of a foundation under private law, supported by the Free and Hanseatic City of Hamburg. Since 2000, it has been an academic institution at the University of Hamburg. The director of the FZH holds a professorship at the History Department of the University. The institute maintains a research library, an archive, and an extensive oral history collection.

The Hamburg Institute for Advanced Study e.V. (HIAS) is a publicly funded non-profit association founded in 2019 and jointly supported by nine Hamburg academic institutions. HIAS offers scholars of all disciplines and career stages as well as artists fellowships to carry out projects of their own choosing.

The FZH-Fellowship in Contemporary Urban History is supposed to strengthen the international network of the institute and is therefore open to early postdoctoral researchers and senior researchers (advanced postdocs, professors) with a record of accomplishment of research in contemporary urban history or neighbouring disciplines. We are particularly interested in methodologically and thematically innovative projects in urban history since the 1970s. Topics include but are not limited to politics and administration of the modern city – and various forms of participation of its citizens –, urban economy, city-wide and district-related urban identities, aspects of spatial and social mobility as well as urban culture and subculture. Comparative projects are particularly welcome. A focus on the history of Hamburg is not required for an application.

We offer Fellows the opportunity to work on their individual research projects and actively engage with the scholarly community at the FZH, the HIAS, and other academic institutions in Hamburg. They participate in public events and colloquia at the FZH and the HIAS and benefit from various opportunities for transdisciplinary exchange and networking. The FZH encourages the use of its research library and its archive as well as other libraries, archives, and research institutions in Hamburg. There are no teaching obligations.

The fellowships entail roundtrip economy travel to Hamburg, a monthly stipend based on current salary, housing at the guesthouse of the Hamburg University – subject to availability – or a housing allowance, and office space. Health insurance assistance can be provided.

Applications may be submitted in English and should include:

  • A cover letter outlining the applicant’s motivation and the link between his or her research and the thematic focus of the FZH as well as information on the preferred date of the research visit.
  • Description of the planned research project (max. 1,000 words).
  • CV including a list of relevant publications.

Please send your application electronically as one file (pdf format) via Email to Dr. Christoph Strupp at: strupp@zeitgeschichte-hamburg.de by August 10, 2023.

For further information on the FZH and its current research focus, see our website at: https://zeitgeschichte-hamburg.de/home.html, for further information on the HIAS, see: https://hias-hamburg.de/.

For further inquiries, please contact Dr. Christoph Strupp (Email: strupp@zeitgeschichte-hamburg.de; Tel.: ++49 40 43139732).